Kunigunde – Königin und Kaiserin

Am 3. März gedenken wir unserer Bistumspatronin Kunigunde und feiern deshalb die Abendmesse um 18:30 Uhr als Hochfest.

Kunigundes Geburtsdatum ist unbekannt. Sie war die Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg und war seit etwa 998/1000 mit dem Bayernherzog Heinrich, dem späteren heiligen Kaiser Heinrich II., vermählt. 1002 wurde sie in Paderborn zur Königin und 1014 in Rom schließlich zur Kaiserin gekrönt. Sie war wohl nicht nur mit den Titeln und Ehren ausgestattet, sondern spielte auch eine Rolle in der Regentschaft ihres Mannes als Gefährtin und Ratgeberin. Kunigunde war in Bayern, das ihr Bruder 1004 – 1009 und 1017 – 1026 als Her¬zog regierte, mit Herzogsgütern, Forsten und Pfalzen reich begütert. Für den führenden bayerischen Adel – die Welfen, Kühbacher und Aribonen, aber auch Bischof Egilbert von Freising – blieb Kunigunde offenbar stets die Herzogin, er achtete ihre Autorität.
Zusammen mit ihrem Gemahl stiftete sie das neue Bistum Bamberg und zahlreiche Klöster und Stifte. Heinrich hatte Bamberg, die ottonische Königsburg an der Regnitz, die er in einzigartiger Weise liebte, seiner Braut zur Vermählung als Morgengabe geschenkt (die Mor¬gengabe diente oft als Sicherstellung für den Fall der Verwitwung). Als König betrieb er dann 1007 die Erhebung Bambergs zum Bistum, begierig nach himmlischem Ruhm für seine irdischen Taten.
Das neue Bistum sollte ein Ort des Andenkens und der Fürbitte für das Stifterpaar sein. Die Ehe Heinrichs und Kunigundes blieb kinderlos und so setzten sie Gott gleichsam zum Erben ein und wiesen der Kirche von Bamberg ihr irdisches Gut zu. Nach dem Tod Heinrichs II. 1024 ordnete Kunigunde die Reichsgeschäfte und übergab die königlichen Insignien dem neuen König, dem Salier Konrad II. 1025 verabschiedete sich Kunigunde schließlich aus der weltlichen Sphäre des Reiches und trat in das von ihr und Heinrich gestiftete Kloster Kaufungen bei Kassel ein.
Dort starb sie am 3. März 1033 und wurde anschließend an der Seite ihres Mannes in der Kathedrale zu Bamberg bestattet.