Der Rosenkranzmonat Oktober

Der Monat Oktober ist nach katholischer Tradition der Rosenkranzmonat. Wir laden deshalb alle Gläubigen ein, vor den Werktagsmessen am Donnerstag im Rosenkranzgebet auf meditative Weise durch die verschiedenen Rosenkranzgeheimnisse das Leben Jesu Christi zu betrachten:

Die freudenreichen Geheimnisse handeln von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die lichtreichen Geheimnisse wurden von Papst Johannes Paul II. im Oktober 2002 anlässlich des 24. Jahrestages seiner Wahl zum Papst mit dem Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae“ eingeführt. Sie beschreiben das Wirken Jesu zwischen Kindheit und Passion. In den schmerzhaften Geheimnissen wird das Leiden Christi nachvollzogen. Die glorreichen Geheimnisse erzählen von der Auferstehung Christi, seiner Himmelfahrt, der Geistsendung und der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Der katholische Rosenkranz wird mit Hilfe einer geweihten Gebetsschnur (bestehend aus einem Kreuz, das oft in Erinnerung an den Kreuzestod Christi aus Holz gefertigt ist, und 59 größtenteils kreisförmig geknüpften Perlen) gebetet. Die Gebetsschnur wird - wie das Gebet selbst - „Rosenkranz“ genannt.

Der Name „Rosenkranz“ beruht auf der Vorstellung, die Gebete („Glaubensbekenntnis“, „Vater unser“, „Gegrüßet seist Du Maria“ und „Ehre sei dem Vater“), die die Gläubigen wiederholt sprechen, seien ein Kranz, geflochten aus weißen, roten und goldenen Rosen zu Ehren der Gottesmutter Maria.

Die Gläubigen lassen bei jedem Gebet eine Perle der Gebetsschnur durch ihre Finger gleiten. Der Rosenkranz beginnt mit dem „Glaubensbekenntnis“. Wiederholt werden „Vater unser“, „Gegrüßet seist Du Maria“ und „Ehre sei dem Vater“.

Der Rosenkranz verbindet die Betrachtung des Lebens Christi mit dem Gebet und dadurch mit der Meditation über alle Mysterien des christlichen Glaubens. Papst Leo XIII. widmete dem Rosenkranzgebet allein zwölf Enzykliken und führte schließlich am 30. August 1884 mit der Enzyklika „Superiore anno“ den Oktober als Rosenkranzmonat verpflichtend ein. Die strenge Verpflichtung wurde zwar im Jahre 1958 aufgehoben, die Tradition zum Rosenkranzgebet insbesondere im Oktober aber beibehalten.

Geschichte des Rosenkranzes:

  • Der Rosenkranz wird als betrachtendes Gebet schon seit der Zeit des hl. Dominikus (aufgrund einer Marienerscheinung 1214) gebetet. Der selige Dominikaner Alanus Rupe (1428-1475) bezeugt den übernatürlichen Ursprung.
  • Papst Pius V. schrieb den Seesieg bei Lepanto über die Türken am 7.Oktober 1571 dem Rosenkranzgebet zu und ordnete ein eigenes Gedächtnisfest an, woraus das Rosenkranzfest hervorging.
  • Der Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716) schrieb "Das goldene Buch" zur Marienverehrung.
  • 1884 legte Papst Leo XIII den Oktober als Rosenkranzmonat für die gesamte Kirche fest.
  • Papst Paul VI. (1963-1978) empfahl das Rosenkranzgebet als Familiengebet und gewährte dafür einen vollkommenen Ablaß unter den üblichen Bedingungen.
  • Papst Johannes Paul II. empfiehlt in seinem im Oktober 2002 erschienenen Apostolischen Rundschreiben "Rosarium Virginis Mariae" allen Gläubigen das Rosenkranzgebet.