„Wir müssen unser Handwerk beherrschen, die Bevölkerung erwartet das“

Als Highlight bezeichnete Vorsitzender Matthias Wittmann bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wickendorf das 140-jährige Jubiläum mit dem 4. Kreiskinderfeuerwehrtag: „Es war ein erfolgreiches und schönes Festwochenende, das mit dem Helferessen einen mehr als runden Abschluss nahm“. Aus dem Wahlspruch heraus „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, an den kirchlichen Festen teilzunehmen bzw. diese mit Verkehrsabsicherung zu begleiten. Den Mitgliederstand bezifferte Wittmann auf 148 Mitglieder. Er dankte allen, die der Feuerwehr mit Rat und Tat zur Seite stehen und somit ein funktionierendes Vereinsleben und eine schlagkräftige Wehr ermöglichen. Großen Dank richtete er an Christina Herrmann und Kathrin Zipfel, die sich für die Kinderfeuerwehr verantwortlich zeigen und somit den Grundstock für die Zukunft der Wehr legen, sowie bei den Betreuerinnen der Jugendfeuerwehr Katja Jungkunz und Anna Jakob. Den Einsatz von Kommandant und Kreisbrandmeister Markus Wachter könne man nicht in Worte oder Zahlen fassen, so Wittmann. Ihm gebühre für seinen unermüdlichen und enormen Zeiteinsatz bei der örtlichen Wehr sowie Landkreisweit besonderen Dank. Auch das Bayern 3 Dorffest in Teuschnitz habe man auf Vereinsebene nach Möglichkeiten unterstützt.

Schriftführerin Sabrina Lang verlas das Protokoll der letzten Hauptversammlung. Einen detaillierten Kassenbericht anhand Grafiken gab Kassenwart Dominik Fehn ab. Dem Kassier wurde von den Kassenprüfern Franz Konrad und Johannes Hofmann eine einwandfreie und gewissenhafte Kassenführung bescheinigt.

An die Übungsmoral der 46 aktiven Feuerwehrdienstleistenden appellierte Kommandant Markus Wachter, denn die Übungsbeteiligung bezeichnete er als schlecht. Er hatte einige Übungen vorbereitet, die wegen zu wenig Aktiven abgesagt wurden. „Die ganze Bevölkerung im Umkreis verlässt sich auf uns, deshalb sollten wir, auch wenn wir wenige Einsätze haben, unser Handwerk beherrschen und sie nicht enttäuschen, wenn wir gebraucht werden.“ Dazu seien die Übungen ganz wichtig. Er betonte, dass alle Feuerwehrleute den gleichen Wissensstand haben müssen.
Für die riesige Unterstützung der Jubiläumsfeier und des Kinderfeuerwehrtages dankte der Kommandant. „Alle beteiligten Kinderfeuerwehren waren hin und weg, was wir hier auf die Beine stellten.“ Im abgelaufenen Jahr wurde man zu sieben Sicherheitswachen gerufen. Das Dorffest in Teuschnitz habe die Verantwortlichen vor riesigen Aufgaben gestellt, so Wachter. Neben den 50 freiwilligen Helfern aus Wickendorf, kam noch die Aufgabe der Feuerwehr hinzu: So mussten für ca. 30.000 Fahrzeuge Parkplätze geschaffen und abkassiert werden. Nicht zuletzt war man für die Einteilung der Flächen sowie der Zu- und Ausfahrten verantwortlich, damit der Verkehrsfluss vor und nach dem Event gegeben war. Hier dankte er allen beteiligten Feuerwehren des Landkreises.
Zusammen mit den Feuerwehren aus Teuschnitz, Haßlach bei Teuschnitz, Steinbach am Wald und Ludwigsstadt wurde ein Einsatz in Reichenbach geübt. Die Leistungsprüfung Wasser legten zwei Gruppen mit Erfolg ab. Der Kommandant dankte Bürgermeisterin Gabriele Weber mit dem Stadtrat, der Kreisbrandinspektion, allen Führungskräften der aktiven Wehr sowie der guten Jugend- und Kinderfeuerwehr.

Von den sechs Feuerwehranwärtern in der Jugendfeuerwehr berichtete Jugendwartin Katja Jungkunz. Man nahm an der Verbandsversammlung sowie an den Jugendwartsitzungen teil. Zum Sportfest unterstützte die Jugendfeuerwehr die Erwachsenen beim Menschenkicker. Gut vorbereitet und voller Tatentrang nahm die Gruppe am Kreisleistungsmarsch, der Olympiade und dem Wissenstest teil. Lob zollte die Leiterin Michelle Suffa, die mit Bravour die Jugendflamme Stufe 1 ablegte, sowie den Wissenstest mit null Fehlern bestanden hat. Organisiert und durchgeführt wurde auch wieder die Nikolausaktion. Das Jahr ließ man mit einer kleinen Feier ausklingen.

Für die fünf Jungen und drei Mädchen im Alter von 6 bis 8 Jahren, die in der Kinderfeuerwehrgruppe „Löschlöwen“ sind, gab Christina Herrmann den Bericht ab. Die Kinderfeuerwehr treffe sich einmal im Monat für zwei Stunden. So wurde beispielsweise mit der Hydrantenrallye, dem Basteln von Brauseraketen oder Geschicklichkeitsspielen die Kinder auf spielerische Weise die Feuerwehr nahegebracht. Zu den normalen Treffen nahm man am eigenen Feuerwehrfest mit dem Kreiskinderfeuerwehrtag teil, besuchte den gemeinsamen Fackelzug der Kinderfeuerwehren des Landkreises und unternahm eine Fahrt nach Leipzig mit Besichtigung des Flughafens und der Flughafenfeuerwehr.

Vorsitzender Matthias Wittmann konnte für 50-jährige treue Mitgliedschaft Heinz Heinlein ehren.

Aus privaten Gründen legte Matthias Wittmann nach sieben Jahren sein Amt als Vorsitzender nieder. Bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im kommenden Jahr wurde Peter Stauffer als neuer Vorsitzender von den anwesenden Mitgliedern und Feuerwehrkammeraden gewählt.

Bürgermeisterin Gabriele Weber überbrachte die Grußworte der Stadt Teuschnitz und dankte dem scheitenden Vorsitzenden für die Zusammenarbeit. Dem neuen Vorsitzenden wünschte sie eine glückliche Hand bei der Vereinsführung. Sie dankte für die Unterstützung beim Dorffest, bei der sich die Feuerwehr unheimlich eingebracht habe und lobte die Nachwuchsarbeit.

Die Grüße der Kreisbrandinspektion übermittelte Kreisbrandmeister Frank Fischer. Er wies auf die Rauchmelderpflicht ab 1. Januar hin. Hier sollen die Feuerwehrkameraden mit gutem Beispiel vorangehen.

Kommandant Markus Wachter lud zur nächsten Übung am Sonntag, 18.02.2018 um 10:00 Uhr ein.

Beförderungen:
Oberfeuerwehrmann und 10 Jahre aktiven Dienst: Felix See
Hauptfeuerwehrmann und 20 Jahre aktiven Dienst: Dominik Fehn
30 Jahre aktiven Dienst: Christian Porzelt, Johannes Hofmann, Stefan Beetz und Matthias Wittmann.

Das Bild zeigt von links: Bürgermeisterin Gabriele Weber, Kreisbrandmeister Frank Fischer, Heinz Heinlein (50 Jahre), Kommandant und Kreisbrandmeister Markus Wachter, neuen Vorsitzenden Peter Stauffer, zweiten Vorsitzenden Waldemar Zipfel und alten Vorsitzenden Matthias Wittmann.

Text und Bild: Uwe Thoma